Hollerbach

Mei Hollerboch wie lieb ich dich

Text: Friedbert Röckel
Sprecher: Friedbert Röckel

 

Sprecherin: Friederike Kroitzsch

Mei Hollerboch, wie lieb ich dich.

Mei Hollerboch, wie lieb ich dich.

Wenn i dobbe steji uff de Heji, dibbe de aald Stroße,
obbe am Steebecher Weg odder uff de Herdgasse
un gugg nab nei’s Oord,
doo werd mir’s warm ims Herz.
Die Bauernhofferde mit ihre grouße Scheern,
es Kerchle dort vorne un neebedroo,
doo bin iich geborn.
Do leit mei Hollerboch, am Hang entlang bis nab nei’s Daal.
Neji Stroße senn gebaut worn, un neji Lejt senn hergezooche.
Frieher hämmor als Kinn uff de Stroße Baale un Fangerlis gschbielt.
Sou ruich wie domols isses hejt nimmi.
Do fahrn en Haufe Busse un in jedem Hausch senn ä paar Audo.
Die Lejt fahrn uff die Ärbet odder bringe die Kinn neid Kinnerschul.
Bauern geit’s a nimmer viel.
Sou ännern sich die Zeide.
In Hollerboch is die Zeit hald a net stejn gebliebe.
Iich saach immer: „Hollerboch, aus Tradition modern!“
Mei Hollerboch, wie lieb ich dich, diech un a dei Lejt.
Die Hollerbocher dunn a was, sie singe im Chor, torne im Sportverein, un senn in de Fährwehr.
Wenn’s gild, halde se zamme, feiern Feschtli un freje sich ibber ihr Gäscht.
Mei Hollerboch, wie lieb ich dich, im Daal un uff de Heji, de See, die Baach, die Wiesche unn de Waald, wie bisch du dann sou scheji.
Unn glaabt des mir, ich saach’s ejch frei,
for’d Heimat muß dei Herz fescht schlaache,
alles Annere is eenerlei.

Mein Hollerbach, wie lieb ich dich.

Mein Hollerbach, wie lieb ich dich.

Wenn ich oben stehe auf der Höhe, drüben auf der alten Straße (Limbacher Weg), oben am Steinbacher Weg oder auf der Hirtengasse und schaue hinunter ins Dorf, da wird mir warm ums Herz.
Die Bauernhöfe mit ihren großen Scheunen,
das Kirchlein da vorne und nebendran,
da bin ich geboren.
Da liegt mein Hollerbach, am Hang entlang bis hinunter ins Tal.
Neue Straßen wurden gebaut, und neue Mitbürger sind zugezogen.
Früher haben wir als Kinder auf der Straße Ball und Fangen gespielt.
So ruhig wie damals ist es heute nicht mehr.
Da fahren jede Menge Busse und zu jedem Haushalt gehören ein paar Autos.
Die Leute fahren zur Arbeit oder bringen die Kinder in den Kindergarten.
Bauern gibt es auch nicht mehr viele.
So ändern sich die Zeiten.
In Hollerbach ist die Zeit halt auch nicht stehen geblieben.
Ich sage immer: „Hollerbach, aus Tradition modern!“
Mein Hollerbach,, wie lieb ich dich, dich und auch deine Menschen.
Die Hollerbacher tun auch etwas, sie singen im Chor, turnen im Sportverein, und sind in der Feuerwehr.
Wenn es darauf ankommt, halten sie zusammen, feiern Feste und freuen sich über ihre Gäste.
Mein Hollerbach, wie lieb ich dich, im Tal und auf der Höhe, der See, der Bach, die Wiesen und der Wald, wie bist du denn so schön.
Und glaubt es mir, ich sage es euch frei,
für die Heimat muss dein Herz fest schlagen,
alles Andere ist einerlei.